Beschreibung

Die Durchdringung der Gesellschaft mit IT-Artefakten führt nicht nur zu Veränderungen in der Arbeitswelt („Industrie 4.0“), sondern auch zu einem Wandel in Privathaushalten, etwa im Bereich der Digitalisierung von Verbraucherpraktiken. Dabei werden vor allem die klassischen Konsumfelder Ernährung, Wohnen und Mobilität zunehmend von „smarten“ digitalen Services und Geräten durchdrungen: der Onlinehandel spielt eine zunehmende Rolle beim privaten Einkaufen und Wirtschaften, Shareconomy-Plattformen erlauben neue Formen der Prosumption, und KI & Big Data führen zu immer stärker individualisierten und personalisierten Produkten und Services.

Für den Verbraucher eröffnet dies neue Erlebniswelten und vereinfacht den Konsum. Gleichzeitig stellen sich dabei auch eine Reihe von Fragen etwa nach dem Datenschutz und der digitalen Souveränität des Verbrauchers, dem Digital Divide bei der Nutzung solcher Dienste, sowie der Nachhaltigkeit digital ermöglichter Verbrauchspraktiken auf den Ebenen Gesellschaft, Ökonomie und Ökologie, die nur im Rahmen eines transdisziplinären Ansatzes gewürdigt werden können.

Ziele

Ziel des Workshops ist es, AkteurInnen in diesem neuen Bereich der Wirtschaftsinformatik zu vernetzen, gemeinsame Forschungsfelder zu identifizieren und eine Forschungsagenda für eine nachhaltige Verbraucherinformatik zu entwickeln.

Der Workshop richtet sich insbesondere an WissenschaftlerInnen und PraktikerInnen aus dem Bereich Verbraucher- und Umweltinformatik, Wirtschaftsinformatiker in der Konsumgüterforschung, Verbraucherforscher und Kultur-/Sozialwissenschaftler.

Dabei sollen vor allem NachwuchswissenschaftlerInnen zu Wort kommen und Gelegenheit erhalten, ihre Forschungsarbeiten vorzustellen und zu diskutieren.

Themen

Themen des Workshops sind unter anderen:

  • Empirische Untersuchungen zur Digitalisierung von Konsumpraktiken (Wohnen, Mobilität, Ernährung, Einkaufen, Finanzen, etc.)
  • Digitaler Verbraucher- und Datenschutz
  • Digitale Souveränität und Informationsasymmetrien
  • Theoretische Ansätze und Modelle in der (digitalen) Verbraucherforschung
  • Ansätze zur Förderung nachhaltigen Konsums
  • Gestaltungsansätze und Studien zu Verbraucher-Assistenzsystemen
  • Modellierungsmethoden
  • Methodische Ansätze und Herausforderungen