Zwei Paper-Präsentationen auf der ACM CSCW 2025
Auf der Konferenz CSCW 2025 in Bergen (Norwegen) stellte Sima Amirkhani das Paper „Society Encourages the Killing of Girls Like Me”: Layers of Victimization in Online Dating Romance Scams in Iran That Target Sexual Access Over Financial Gain vor, das gemeinsam mit Mahla Alizadeh, Dave Randall, Gunnar Stevens und Douglas Zytko verfasst wurde. Die Studie beleuchtet nicht-finanzielle Romance-Scams im Iran, bei denen Täter Dating‑Plattformen ausnutzen, um durch falsche Heiratsversprechen sexuellen Zugang zu erlangen — sogenannte „Body Scams“. Auf Basis von Interviews mit 20 Frauen zeigt die Forschung, wie kulturelle und rechtliche Normen, die außereheliche Beziehungen sanktionieren, Opfer zum Schweigen bringen und fortgesetzte Missbrauchsformen ermöglichen. Das Paper plädiert dafür, internationale Definitionen von Romance‑Scams über finanzielle Betrugsformen hinaus zu erweitern und stärker zu berücksichtigen, wie Kultur Online‑Victimisierung beeinflusst.
Hier geht es zum Paper: https://dl.acm.org/doi/abs/10.1145/3757538 (Hinweis: Das Paper behandelt sexuelle und geschlechtsspezifische Gewalt)
Ebenfalls auf der Konferenz präsentierte Jenny Berkholz das Paper „My Painting Belongs to 810 People”: Investigating the First Encounter Perception of Digital Shares of Physical Collectibles, das zusammen mit Kollegen der Universität Siegen entstanden ist. Die Arbeit untersucht, wie Menschen Shared‑Ownership wahrnehmen und deuten, wenn physische Objekte (z. B. Kunstwerke oder popkulturelle Artefakte) digital geteilt, also tokenisiert, werden und gemeinschaftlich von mehreren Menschen besessen werden. Durch qualitative Analysen hat das Forschungsteam das Zusammenspiel von Materialität und kollektiver Wahrnehmung neuer digitaler Eigentumspraktiken herausgearbeitet.
Hier geht es zum Paper: https://dl.acm.org/doi/abs/10.1145/3711036
