Vortragsreihe „Zu treuen Händen?“: Stärkung von Verbraucher:innen durch Software wie PIMS und VRM?

Forschende des Instituts für Verbraucherinformatik haben jüngst einen Beitrag bei der Vortragsreihe „Zu treuen Händen?“ der Verbraucherzentrale NRW präsentiert. Dabei ging es um die Gründe und Grenzen im Einsatz von Personal-Information-Management-Systemen (PIMS) und eine alternative Sichtweise durch Vendor-Relationship-Management-Systeme (VRM-Systeme). Die Betrachtung aus der Perspektive von VRM bietet demnach das Potential die Machtposition von Verbraucher:innen zu stärken und damit auch eine Datensouveränität zu unterstützen. 

In der Argumentation wird die Datensouveränität von Verbraucher:innen durch weitere Effekte und Gründe im Kosten-Nutzen-Effekt in der Nutzung einer (Dienst-) Leistung zur Bedürfnisbefriedigung beeinflusst. Konzepte, wie Privacy Calculus, Netzwerkeffekte, Lock-In-Effekte, Transaktionskosten und weiter gedachte Informationsasymmetrien werden in der Argumentation aufgegriffen und berücksichtigt. Durch eine partielle Sichtweise der Verbraucher:innen ist es demnach nicht möglich eine echte (Daten-) Souveränität zu schaffen – durch den Ansatz von VRM möglicherweise schon. 

Der Beitrag soll die Forschung in der Verbraucherinformatik zu VRM bestärken und bietet viel Inspiration für einen weitergehenden Diskurs.

Wer gerne mehr über mögliche Grenzen im Einsatz von PIMS zum Ziele der Datensouveränität und der alternativen Herangehensweise von VRM erfahren möchte findet den Vortrag, wie auch das begleitende Manuskript unter: https://www.verbraucherforschung.nrw/zu-treuen-haenden-tagungsreihe-datenintermediaere-datentreuhaender-60831

Ein Beitrag von Erik Dethier, Dr. Christina Pakusch, Prof. Dr. Alexander Boden mit der Unterstützung des Kompetenzzentrums der Verbraucherzentrale NRW; namentlich Dr. Christian Bala.